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Schulsanitätsdienst

Schulsanitätsdienste sind Gruppen von SchülerInnen vom 7. oder 8.Schuljahr an, die vom DRK-Ausbildungsbereich in Erster-Hilfe ausgebildet und dann vom Jugendrotkreuz mit einer peppigen Notfall-Tasche mit den notwendigen Utensilien ausgestattet werden. Um das Engagement zu stärken und zu fördern, bietet das Jugendrotkreuz im Laufe eines Jahres für einzelne Schulsanitätsdienste oder auch für alle zusammen verschiedene Aktionen, Ausflüge und Events an. Zudem gibt es einmal im Jahr einen Erste-Hilfe-Wettbewerb, in dem sich die Gruppen untereinander messen. Alle ein bis zwei Jahre gibt es für die Gruppen eine Auffrischung und immer wieder werden auch neue Gruppen an den jeweiligen Schulen ausgebildet.

Sebastian, 14 Jahre, ist begeisterter Skateboardfahrer. Oft begleitet ihn sein "Board" auch in die Schule. In einer Pause lässt er auf dem Schulflur für einen kurzen Moment sein Skateboard aus den Augen. Ein Mitschüler, er heißt Christian, nimmt in dieser Zeit das Skateboard und möchte seinen MitschülerInnen zeigen, was er so draufhat. Er nimmt auf dem langen Flur richtig Schwung und führt verschiedene Kunststücke vor. Als er gerade mit hohem Tempo an einer Klasse vorbeirast, öffnet sich die Tür und eine Gruppe von Schülern kommt aus dem Raum gerannt. Christian kann nicht so schnell absteigen und halten. Nachdem er eine scharfe Kurve genommen hat, stürzt er die Treppen hinunter und fällt mit großer Wucht gegen eine Wand.

Kopfverletzung, Schürfwunden, Nasenbluten und ein verstauchter Fuß sind die Folgen. Während alle Schüler nur gucken, weiß Sebastian was zu tun ist. "Wir brauchen unser Red Pack", ruft er einem Klassenkameraden zu und meint damit die rote Tasche mit Erste-Hilfe-Material. Der Klassenkamerad holt schnell die Tasche aus dem SSD-Raum und kommt zur Unfallstelle zurück. Jetzt spricht Sebastian Christian an und beruhigt ihn, während sein Mitschüler die Wunden versorgt. Ein Lehrer, der inzwischen dazugekommen ist, hält die Zuschauer bei Seite, die inzwischen respektvoll schauen, was die beiden Helfer so draufhaben. Nach der ersten Versorgung wird ein Krankentransporter gerufen.

Sebastian ist nicht nur ein Skateboardfahrer, sondern auch Mitglied des Schulsanitätsdienstes des Jugendrotkreuzes an seiner Schule. Zugegeben: Sicherlich kein alltäglicher Fall.

Aber kleinere Dinge passieren von Zeit zu Zeit an jeder Schule und in solchen Fällen ist es immer gut ein engagiertes Team von Schülerinnen und Schülern zu haben die sich in Erster-Hilfe auskennen und ihren Mitschülern helfen können, sowohl im täglichen Schulbetrieb, aber auch auf Sportfesten bei Veranstaltungen und Ausflügen. Aus diesen Gründen ist die Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes pädagogisch sinnvoll.

Das Jugendrotkreuz des Deutschen Roten Kreuzes in Bielefeld hat in Kooperation mit verschiedenen Schulen in den vergangenen Jahren sechs Schulsanitätsdienste aufgebaut.

Zur Zeit gibt es Schulsanitätsdienste an der Bosse Realschule, am Gymnasium Heepen, an der Realschule Heepen, am Gymnasium Brackwede, an der Hauptschule Jöllenbeck, Marienschule, Gesamtschule Stieghorst, und in einigen Wochen auch an der Lutherschule, Marktschule und der Luisenschule.

SchülerInnen und LehrerInnen, die sich für die Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes interessieren, können sich gerne beim Jugendrotkreuz (Ansprechpartner Erik Brücher) unter 0521/5299824 oder per E-Mail info@jugendrotkreuz.de melden.

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